Pfaffenhofener Energiewende kommt!

Herker: „Es ist Zeit für den Masterplan für die Pfaffenhofener Energiewende Erfolgreicher Klimaschutz in Pfaffenhofen – wie könnte es gehen? Pfaffenhofen, 05. Oktober 2010 – Der Energie- und Solarverein Pfaffenhofen   präsentiert im Rathaussaal einen möglichen Weg zur Energie-Unabhängigkeit. „Die   Stadt muss beim Thema Energie mit gutem Beispiel voran gehen“,  so Andreas   Herschmann Vorsitzender des Vereines. Die beiden Fachbüros KlimaKom und Green City Energy zeigten wie mit einem praxiserprobten Handlungsansatz erfolgreicher Klimaschutz umgesetzt werden kann.

Die 1. Bürgermeisterin der Stadt Garching b. München, Frau Hannelore Gabor, berichtete anschließend von ihren Erfahrungen bei der Erarbeitung eines solchen Integrierten Klimaschutzkonzeptes und merkte an: “Es gibt anstrengendere Themen als den Klimaschutz“.
„Integrierter Klimaschutz in Kommunen muss als Notwendigkeit aber auch als Chance gesehen werden“, so Prof.Dr. Miosga von KlimaKom. Auch die Bundesregierung hat den Kommunen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Klimaschutzes zugesprochen. Als wesentliche Vorteile für Kommunen bezeichnet der Professor für Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth, das ankurbeln der regionalen Wertschöpfungskreisläufe und die Sicherung von Standortvorteilen für die Zukunft. Im Vortrag von Herrn Peter Keller von Green City Energy wurde „der Weg zur Energiewende“ konkret an Hand von Umsetzungsvorschlägen und bestehenden Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Über die Erarbeitung und anschließende Anwendung eines solchen Klimaschutzkonzeptes in der Praxis berichtete Frau Gabor aus Garching. Dort konnte man innerhalb von zwei Jahren die nötigen Maßnahmen für eine Energiewende einleiten. Bei der anschließenden Diskussion wurden die Fragen über eine Umsetzbarkeit in Pfaffenhofen erörtert. Siegfried Ebner sah ein Problem in bestehenden Konzessionsverträgen. Hier stellte Prof.Dr. Miosga klar, ein solches Klimakonzept muss langfristig angelegt sein, um in Zukunft den Kommunen einen Handlungsspielraum zu geben. Martin Rohrmann merkte an, ob nicht der entscheidende Vorteil in Garching die TU mit ihrer Innovationskraft sei. Frau Gabor konnte aber beruhigen, die Planung sei unter der Federführung der beiden Fachbüros erfolgt. Die momentane Situation im Bereich Energie Pfaffenhofen reflektierte Bürgermeister Thomas Herker am Ende der Veranstaltung und stellte dabei die bereits erreichten Ziele dar. Mit einer Versorgung von 100% Strom aus Wasserkraft sowie Nutzung des Biomasse Heizkraftwerkes hat Pfaffenhofen bereits eine sehr gute Ausgangsposition. Thomas Herker bezeichnete dabei das Thema Energie „als neues Megathema“ und beteuerte „diesen Zug nicht versäumen zu wollen, und rief dazu auf Garching bald energetisch zu überholen“. Andreas Herschmann warb am Ende auch noch mal bei allen Anwesenden für die Schaffung der Stelle eines Energieberaters in der Stadt und einen Stadtratsbeschluss für die Erstellung eines staatlich geförderten Klimaschutzkonzeptes. Bürgermeister Thomas Herker erläuterte dazu: "Es wurden schon viele gute Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen - diese folgten aber keinem Masterplan - und für den ist es jetzt Zeit!." Andreas Herschmann wies in diesem Zusammenhang auf eine zeitliche Komponente hin:
"Für den Grundlagenbeschluss hat die Stadt nun Zeit bis Ende des Jahres. Denn von Januar bis März müssen die Anträge bei den entsprechenden Förderstellen eingehen um 2011 berücksichtigt zu werden."

Energiewende Plakat